Literaturtipps
Warum lesen. Mindestens 24 Gründe
In diesem Buch schreiben 24 Autorinnen und Autoren darüber, wie, warum und mit welchem Gewinn sie Bücher lesen und das Bücherlesen empfehlen. Ausgangspunkt der beiden Herausgeber ist die Feststellung: «Lesen ist eine Überlebenstechnik», wobei erst einmal das Lesen von Informationen – und insbesondere die Fähigkeit, sich in Krisenzeiten lesend informieren zu können – gemeint ist. Aber ob und wozu es neben Informationsmedien auch Bücher braucht? Und inwiefern auch das Lesen von Büchern eine Überlebenstechnik ist? Die im Buch enthaltenen 24 Antworten auf diese Fragen handeln von konkreten Leseerfahrungen, greifen weit aus in die Geschichte und Genealogie des Lesens, fragen danach, welche Erkenntnisse wir aus guten (und schlechten) Büchern mitnehmen, inwiefern Literatur dabei hilft, sich auf eine unvorhersehbare Zukunft einzustellen und was überhaupt den Reiz des Lesens ausmacht. Verfasst wurden die anregenden Texte von Schriftstellerinnen, Philosophen, Wissenschaftlerinnen, Journalisten und Kulturkritikerinnen.
Katharina Raabe und Frank Wegner (2020): Warum lesen. Mindestens 24 Gründe. Suhrkamp.
The Story of Art without Men. Grosse Künstlerinnen und ihre Werke
Wie viele Werke von Künstlerinnen kennen Sie? Können Sie spontan 20 Malerinnen aufzählen? 10 vor 1950? Irgendeine vor 1850? Fragt die britische Kunsthistorikerin Katy Hessel und vermutet, dass kaum jemand diese Fragen bejahen kann. Tatsächlich ist es ihr selber so ergangen, als sie nach Abschluss ihres Studiums der Kunstgeschichte realisierte, dass sie kaum Künstlerinnen kannte. Und dass die «Bibel» der Kunsthistoriker (und Kunsthistorikerinnen), «Die Geschichte der Kunst» von Ernst Gombrich, in der ersten Ausgabe keine einzige Künstlerin erwähnte – und in der aktuellen, 16. Auflage auch nur eine einzige. Und das, obwohl es in allen Epochen Künstlerinnen gab, darunter nicht wenige, die in ihrer Zeit als Meisterinnen anerkannt waren und später von der Kunstgeschichte trotzdem ignoriert wurden. Das wollte Katy Hessel ändern. Das Resultat ist eine Kunstgeschichte von 1500 bis heute, erzählt anhand der Werke von Frauen. Das Buch ist keine «weibliche Kunstgeschichte». Es handelt auch nicht von «weiblicher Kunst» oder einem irgendwie gearteten weiblichen Blick. Hessel erzählt – wie Gombrich – die westliche Kunstgeschichte ab 1500 bis heute, wählt aber im Unterschied zu ihm Künstlerinnen und ihre Werke, um die Entwicklung der Kunst zu veranschaulichen. Ein äusserst erhellendes – und ein notwendiges Buch, denn der Grossteil der Museen weltweit sammelt und zeigt weiterhin überwiegend Werke von männlichen Künstlern. Und einem Grossteil des Publikums fällt auch heute kaum auf, dass die Künstlerinnen fehlen.
Katy Hessel (2022): The Story of Art without Men. Grosse Künstlerinnen und ihre Werke. Piper.
Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation
Dieses kleine Handbuch liegt mittlerweile in zehnter Auflage vor. Es bietet einen breiten Überblick über Methoden und Werkzeuge, die dabei helfen, Ideen zu entwickeln, Prozesse voranzubringen oder festgefahrene Strukturen in Bewegung zu bringen. Neben wissenschaftlichen Bezügen zieht der Autor vor allem seine langjährige Erfahrung als Innovationscoach, Berater und Moderator heran, um die Denkwerkzeuge knapp und praxistauglich zu präsentieren. Dabei erläutert der Autor jeweils, wofür sich die einzelnen Werkzeuge eignen, wie sie sinnvollerweise eingesetzt werden und wo Bezüge zu grösseren Kontexten wie bspw. Design Thinking bestehen. Das kleine, handliche Buch ist für die individuelle Nutzung sowie für den Einsatz in Gruppen gedacht.
Florian Rustler (2020): Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation. Das kleine Handbuch der Innovationsmethoden. Midas.