07.05.2021
N°1 2021
  • Praxis

Digitales Lehren und Lernen im berufsbegleitenden Studium der Aus- und Weiterbildung. Erkenntnisse aus der Perspektive einer Gesundheitsfachhochschule

Die Covid-19-Pandemie stellt unser Bildungssystem vor nie dagewesene Herausforderungen. Die Bildungsanbietenden sind bemüht, gute Online-Angebote zur Verfügung zu stellen. In diesem Beitrag werden Vor- und Nachteile der Online-Lehre diskutiert und der Frage nach dem Kompetenzzuwachs nachgegangen. Durch eine datengestützte und erfahrungsbasierte Herangehensweise werden Lösungsansätze und Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Online-Lehre interessant gestaltet oder optimiert werden kann. Im Zentrum stehen Unterstützungsangebote für Studierende wie auch für Lehrbeauftragte.

Ausgangslage

Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie vor einem Jahr hat das Bildungssystem auf den Kopf gestellt. Unter hohem Zeitdruck mussten die Lehrangebote auf digitale Formate umgestellt werden. Dabei tauchten viele Fragen auf, die uns als Lehrende bis heute beschäftigen: Was kann von den bisherigen Lehrformaten beibehalten, was muss neu konzipiert werden? Wie ist die Online-Lehre zu rhythmisieren, um die Konzentration aufrechtzuerhalten? Was ist zu beachten, wenn es um die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie geht? Wie kann Lehre umgesetzt werden, wenn Studierende erhöhten beruflichen Belastungen ausgesetzt sind (insbesondere im Bereich des Gesundheitswesens)? In welchem Rahmen sind flexibilisierte Angebote (zeit- und ortsunabhängig) umsetzbar, um den Kompetenzerwerb lückenlos weiterzuführen? Wie kann dem Bedürfnis nach Austausch, trotz physischer Distanz, entsprochen werden?

Die AutorInnen dieses Artikels gehen anhand von Befragungen der Careum Hochschule Gesundheit, der Fachhochschule St. Gallen und einer deutschen Studie den Fragen nach, welche Vor- und Nachteile sich für die Studierenden aus der Online-Lehre entwickelten und welchen Kompetenzzuwachs sie wahrnehmen. Auf dieser Grundlage werden schliesslich Lösungsansätze für die weitere Entwicklung und Gestaltung der Online-Lehre formuliert.

Beispiel Careum: Vor- und Nachteile der Online-Lehre

Im Rahmen einer Umfrage vom Februar/März 2021 an der Careum Hochschule Gesundheit wurde die Akzeptanz der digitalen Lehrangebote aus Sicht der Studierenden erhoben. Befragt wurde dazu sowohl im Weiterbildungs- (CAS, DAS, MAS) als auch im Ausbildungsbereich (Bachelor- und Masterstufe). Die Studierenden konnten ihre Einschätzungen anonym als Freitext in einem Onlinetool (Padlet) eingeben. Dem Aufruf kamen 43 Personen aus den genannten Bereichen nach. Die Auswertung der Antworten erfolgte nach den Kategorien Vor- und Nachteile des Online-Learnings sowie Aspekte der Kompetenzentwicklung.

Als Vorteile nennen die Studierenden die Zeitersparnis durch Wegfall der Wegzeiten sowie Einsparungen bei den Reisekosten. Die verbesserte Vereinbarkeit mit Beruf, Familie und Freizeit wird in allen Studiengruppen als klares Plus bewertet. Besonders die Familienbetreuung und die noch bessere Vereinbarkeit mit der Schichtarbeit werden als Verbesserungen angegeben. Interessant sind die Aussagen, dass durch die zufällige Zuteilung der Gruppenarbeiten in virtuelle Räume plötzlich neue Konstellationen entstehen und dadurch ein durchmischter Austausch stattfinden konnte. Studierende resümieren, dass durch den Einsatz von Headsets bei Online-Vorlesungen sogar mehr körperliche Bewegung als in der Präsenzvorlesung möglich war.

Als Nachteil werden die fehlenden sozialen Kontakte genannt. Weniger Austausch untereinander, isoliert zu Hause zu sein und lange Tage vor dem Computer zu verbringen, wird als belastend wahrgenommen. Der Studieneinstieg ist schwieriger, da eine Vernetzung im digitalen Setting grössere Hürden mit sich bringt als im analogen Studium. Durch die Online-Teilnahme wird den Studierenden weniger stark bewusst, dass sie sich in einem Studium befinden. Der Zugang zu Literatur und Bibliotheken wird als problematisch bzw. schwieriger empfunden. Die niederschwellige, fachliche Auseinandersetzung mit dem Lernstoff, die bei Präsenzunterricht beispielsweise in Pausengesprächen stattfindet, fehlt grösstenteils. Der Austausch für Prüfungsvorbereitungen bedarf vermehrter Absprachen und Verabredung in weiteren Online-Gefässen.

Die Studierenden geben mehrheitlich an, dass sie ihre Kompetenzen im Umgang mit digitalen Tools deutlich verbessern konnten. Manchen Studierenden half die Umstellung auf die digitale Lehre, ihr Studium besser zu strukturieren. Neue digitale Formate werden als sehr gewinnbringend eingeschätzt. So wird beispielsweise das asynchrone Angebot in den Statistikvorlesungen als sehr unterstützend und lernfördernd beschrieben. Weitere Beispiele und Ausführungen für neue digitale Lehrangebote finden sich unter den Lösungsansätzen am Schluss dieses Artikels.

 

Umfrageergebnisse aus Deutschland

Im Juli 2020 wurden in einer gross angelegten Umfrage bei deutschen Regelzeitstudierenden 2350 Studierende aus verschiedenen Bundesländern im Bachelor- oder Masterstudium unterschiedlichster Studienrichtungen befragt (vgl. Traus/Höffken/Thomas/Mangold/Schröer, 2020). Gemäss dieser Studie bedeutet der Lockdown für die Studierenden, nicht nur die täglichen Kontakte an den Hochschulen zu verlieren, sondern auch den Anteil des eigenständigen Lernens zu erhöhen. Die AutorInnen der Studie benennen jeweils die drei grössten Vor- und Nachteile des digitalen Studiums während der Covid-19-Pandemie (s. Abb. 2).

In ihrem Resümee präsentieren Traus et al. (2020) Antworten der Studierenden auf die offenen Fragen. Auf Grundlage dieser Aussagen identifizieren sie die Themenbereiche «Sich nicht wahrgenommen fühlen», «Studieren braucht Beratung – gerade jetzt», «Sozial entleerter Studienalltag» und «Finanzielle Sorgen – oder: Viel Arbeit, wenig Geld?». Entsprechend formulieren die AutorInnen folgende Empfehlungen: die «Ausweitung und Verbesserung der digitalen und auch analogen Infrastruktur, Räume für soziales Zusammenleben zu schaffen (auch digital), Beratungsangebote weiter auszubauen, formale Verfahren zu vereinfachen und die Transparenz zu erhöhen sowie niederschwellige Formen der finanziellen Unterstützung anzubieten» (ebda. S. 29–34).

Studie der Fachhochschule St. Gallen

In einer Umfrage an der St. Galler Fachhochschule (FHSG) von April bis Mai 2020 wurden 926 Studierende unterschiedlicher Studienrichtungen befragt (vgl. Kindler/Köngeter und Schmid, 2020). Die St. Galler Fachhochschule setzt sich circa zur Hälfte aus Vollzeitstudierenden und berufstätigen Teilzeitstudierenden zusammen. Interessant an den Ergebnissen ist, dass 25% der Studierenden infolge der Corona-Pandemie im Studium einen höheren Aufwand und 25% einen geringeren Aufwand hatten. 50% stellen keine Veränderung des Zeitaufwandes fest. Der höhere zeitliche Aufwand wird mit mehr Betreuungsaufwand der Angehörigen und Kinder (Homeschooling) begründet, der gesunkene Aufwand mit Einsparungen durch den Wegfall der Wegzeiten. Durch die Veränderungen in der Pandemiesituation fühlen sich viele Personen verunsichert, äussern Bedenken für die Zukunft und geben an, deutlich weniger Freude am Studium zu haben als vor der Pandemie. Der Anteil der Personen, welche die eigene Work-Life-Balance als gut einschätzen, sank mit der Pandemie von 76% auf 31%. Dennoch versuchen viele Studierende an einer produktiven Lernstrategie festzuhalten bzw. eine solche zu entwickeln.

Lösungsansätze für die Praxis

Aus der eigenen Umfrage und der Literatur können diverse Vor- und Nachteile zur Online-Lehre abgeleitet werden, die sich aber je nach Lebenssituation und Art des Studiums unterscheiden. Aus der deutschen Umfrage bei Vollzeitstudierenden wurde das Studium im digitalen Format als belastender eingeschätzt, weil Studierende im elterlichen Zuhause stärker in familiäre Strukturen eingebunden sind als Studierende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen. Wohingegen die Teilzeitstudierenden an der Careum Hochschule die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und (Online-)Studium als Erleichterung beurteilen.

Die erhöhte Flexibilität und der Wegfall der Wegzeiten werden in beiden Gruppen als positiv angegeben. Viele Studierende berichten über einen Kompetenzzuwachs im Umgang mit digitalen Medien und Lernmethoden. In den Umfragen wird deutlich, dass die soziale Isolierung und die fehlenden Kontakte an den Hochschulen eine Belastung darstellen. Der fachliche, aber auch der soziale Austausch geht verloren. Beratung und Unterstützung sind nun auf anderen Wegen zu ermöglichen. 

In der St. Galler Umfrage wurden die Veränderungen und belastenden Themen sehr deutlich herausgearbeitet. Klare Vor- oder Nachteile des Online-Lernens lassen sich daraus nicht ableiten, es sind aber interessante Verschiebungen zu beobachten.

Neben der Berücksichtigung der Belastungen durch die digitale Lehre sollten u.E. auch die Chancen aufgenommen und weiterentwickelt werden. Dazu formulieren wir die folgenden Lösungsansätze und Ideen für die Praxis:

Rhythmisierung beachten

  • Bei der Konzeption von Bildungsangeboten im digitalen Raum ist darauf zu achten, dass die Rhythmisierung angepasst wird. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass regelmässige Kurzpausen, Intermezzi mit Bewegung und «Frischluftzufuhr» die Konzentration erheblich steigern. Gruppen- und Einzelarbeiten können durchaus mit einer Bewegungseinheit (z.B. Spaziergang) gestaltet werden. Die Studierenden können beispielsweise ihre Ergebnisse als kurze Sprachnachricht aufnehmen und zur weiteren Bearbeitung via Lernplattform den Studierenden und Dozierenden zur Verfügung stellen.

Gruppenarbeiten digital gestalten

  • Digitale, zufällig zusammengesetzte Gruppen (z.B. Breakout-Sessions in Zoom) führen zu einer «Durchmischung» der Studierenden und werden als sehr positiv bewertet. Hier ist die Unterstützung durch Dozierende ebenfalls zentral, d.h. diese können z.B. mittels «Handzeichen» in die entsprechenden Gruppenräume (z.B. Breakout-Sessions) geholt werden.
  • Um dem Bedürfnis des interaktiven und partizipativen Lehrens und Lernens zu entsprechen, sind Gruppenarbeiten in virtuellen Räumen unter guter Instruktion und Begleitung zu gestalten. Wo im analogen Bereich Flip-Charts, Kärtchen usw. eingesetzt wurden, sind jetzt digitale Tools eine gute Alternative. Bewährt haben sich interaktive Whiteboards und kollaborative Tools wie Miro-Boards, Padlets oder das Mentimeter. Dabei ist darauf zu achten, dass diese für verschiedene Betriebssysteme (Windows/Mac) kompatibel sind und einfach, möglichst selbsterklärend eingesetzt werden können.

Zeitunabhängiges Lehren und Lernen ermöglichen

  • Das Augenmerk gilt auch dem zeitunabhängigen Lernen. Wenn die Studierenden aufgrund verstärkter Praxiseinsätze oder aufgrund anderer Verpflichtungen verhindert sind, ist es wünschenswert, einen Ersatz für die verpassten Lehreinheiten zu bieten. Beispielsweise kann das Wissen durch Video-Tutorials und Live-Aufnahmen aus den Lehrveranstaltungen vermittelt werden.
  • Zusätzlicher Kompetenzerwerb kann in Portfolio- und Reflexionsarbeit gesichert und dargelegt werden. Auch hier sind digitale Tools unterstützend, wie z.B. das ePortfolio. Beispielhaft kann dies bei den Masterstudierenden aufgezeigt werden, die als Pflege-ExpertInnen beim Aufbau zusätzlicher Intensivstationen oder Corona-Teststationen beruflich extrem absorbiert waren und sind. Den Studierenden war und ist es dadurch zeitweise nicht möglich, an gewissen Präsenztagen teilzunehmen und ihre Selbststudiumsaufträge zu erfüllen. Anhand digitaler Portfolios konnten Kompetenznachweise nachgelagert eingereicht und damit die Anerkennung für die erforderlichen Einheiten erlangt werden. In der Folge wird das ePortfolio zukünftig als fester Bestandteil der Studiengänge an der Careum Hochschule integriert bzw. weiter ausgebaut.

Virtuellen Austausch fördern

  • Kontakte zwischen den Studierenden sowie zwischen Studierenden und Dozierenden können durch die Schaffung digitaler Räume gefördert und institutionalisiert werden. An der Careum Hochschule Zürich wurden dazu Räume für einen niederschwellig zugänglichen Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden geschaffen, z.B. «ask the expert» oder «meet & greet» mit Studiengangsleitungen: Studierende mussten sich aufgrund eines erhöhten Einsatzes in der Gesundheitsversorgung häufig aufgezeichnete Lehrveranstaltungen ansehen. Durch zur Verfügung gestellte Austauschplattformen (Studierenden-Lounge in wonder.me oder eine wöchentlich stattfindende Runde mit der Studiengangsleitung) wird der informelle Austausch intensiviert. Im Bereich des Grundstudiums hat es sich bewährt, diese virtuellen Lounges mit vereinbarten Zeitfenstern zu versehen, auch wenn ein Zugang 24h möglich ist. So ist beispielsweise immer am 1. und 15. des Monats ein Treffen der Studierenden mit der Studiengangsleitung vorgesehen, z.B. abends um 20.00 Uhr. Dieses Angebot ist freiwillig und für die Schreibphase der Bachelorthesis vorgesehen, wenn keine Präsenzlehre stattfindet. Dies kann zu einem gewissen Mass die Einzelberatungen ersetzen und optimiert den Informationsfluss zwischen den Studierenden und den Studiengangsleitungen. Als Nebeneffekt wird ein motivationaler Aspekt beobachtet: Die Studierenden stützen und fordern sich untereinander in einer Phase, in der sie sonst meistens auf sich allein gestellt sind.
  • Zeitfenster für digitale Kaffeepausen (z.B. wonder.me), die vor- und nachmittags eingerichtet werden, schaffen weitere informelle Austauschmöglichkeiten. Die Gruppen können aus Studierenden und/oder Dozierenden zusammengesetzt sein und simulieren so eine Campussituation.

Digitale Lernplattformen nutzen und erweitern

  • Webbasierte Lernmanagementsysteme sind an vielen Hochschulen vorhanden (z.B. OpenOLAT, Moodle) und sollten für die digitalen Lehrangebote optimal genutzt werden. Ergebnisse aus den Workshops (Padlets etc.) können dort ebenso gesichert werden wie früher Fotoprotokolle von Flipcharts und Whiteboards. E-Portfolios, Chatgruppen, digitale Austauschforen, Ordner u.ä. sind in diesen Portalen bereits integriert und können genutzt bzw. deren Anwendungen kann erweitert werden.

Medienkompetenzen fördern und digitale Kommunikation erweitern

  • Neben bildungsfachlichen und didaktischen Kompetenzen wird die digitale Kommunikationstechnik gefördert, damit die Studierenden und Dozierenden lernen, diese auch in den (Gesundheits-)Institutionen anzuwenden. Hier wäre der Wunsch der AutorInnen, dass eine Art «digitaler Medienpass» eine Übersicht geben und einen Nachweis über die notwendigen digitalen Kompetenzen regeln könnte. Dieser Ansatz wird momentan bei Careum diskutiert und stösst auf reges Interesse.
  • Zunehmend werden die Pflegenden in den Institutionen gefordert, den Austausch mit Angehörigen, welche die PatientInnen nicht besuchen dürfen, aufrechtzuerhalten. Zusätzlich können moderne Medien zur Kommunikation und zur Förderung der Gesundheitskompetenz für Patienten mit chronischen Erkrankungen eingesetzt werden. Hier bieten sich digitale Trainingsprogramme, Pflegesprechstunden und Beratungen an, um die Betroffenen im Umgang mit ihrer Erkrankung zu begleiten und zu stärken.
  • Auch der Austausch im intra- und interprofessionellen Behandlungsteam findet verstärkt im digitalen Raum statt (Fallbesprechungen, Round Tables, Fachaustausch, Webinare etc.). Das Gesundheitswesen ist künftig auf digital befähigte Fachpersonen angewiesen. So ist die Medienkompetenz ein wichtiges Ziel und gehört unbestritten zu den Fähigkeiten, die im Studium zu vermitteln sind. Ein weiteres Beispiel ist die eHealth-Strategie des Bundes (Bundesamt für Gesundheit, 2018). Ziel sind die Einführung eines elektronischen Patientendossiers und die Koordination der Behandlungen. Dadurch lassen sich Behandlungsprozesse vereinfachen, Doppelspurigkeiten vermeiden, die Behandlungsqualität und Sicherheit erhöhen. Die Versorgung kann besser koordiniert (Interprofessionalität) und die Gesundheitskompetenz bei den Betroffenen gestärkt werden.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Zukünftig sollten die Chancen und Kompetenzen genutzt werden, die aus der Umstellung auf die digitale Lehre hervorgehen. Vorstellbar ist eine Kombination aus analogen und digitalen Lehrangeboten. Vorlesungstage könnten in kürzere Sequenzen aufgeteilt werden, zu denen sich die Studierenden online vorbereiten. Der Austausch in kleineren Gruppen ist zu favorisieren, da sich die Studierenden stärker einbringen können. Damit wird eine weitere Option geschaffen, um wissenschaftliches, kritisches Denken und Arbeiten zu fördern.

Diese Angebote können auch asynchron an Randstunden angeboten werden. Ergänzend sind Beratungs- und Unterstützungsangebote auszubauen. Hierfür lassen sich digitale Tools sehr gut nutzen.

Studierende und auch Dozierende benötigen Schulungen im Umgang mit digitalen Medien und Tools, damit sie diese im Studium, aber auch im Praxisalltag sicher einsetzen können. Die Medienkompetenz sollte formal geregelt werden, zum Beispiel über einen Kompetenznachweis mit einem «Medienpass», der in anerkannten, zertifizierten Institutionen erworben werden kann.

Um den Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden zu gewährleisten, sind digitale Austauschforen zu schaffen. Inzwischen wird eine Vielzahl interessanter Werkzeuge dazu angeboten.

Insgesamt schlussfolgern wir, dass die Covid-19-Pandemie neben vielen Hindernissen und Erschwernissen im Hochschulbereich auch etliche Chancen geschaffen und neue Ansätze hervorgebracht hat. Diese sollten aufgenommen und kreativ zur Weiterentwicklung der Lehrformate genutzt werden.

 

 

Literatur

Bundesamt für Gesundheit (2018). Strategie eHealth Schweiz 2.0.. Verfügbar unter https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/strategie-und-politik/nationale-gesundheitsstrategien/strategie-ehealth-schweiz.html (Zugriff am 18.03.21)

Kindler, Tobias/Köngeter, Stefan/Schmid, Thomas (2020): Studieren unter Covid-19-Bedingungen. Ergebnisse der Studierendenbefragung an der FHS St. Gallen. Verfügbar unter https://www.researchgate.net/publication/341735034_Kindler_T_Kongeter_S_Schmid_T_2020_Studieren_unter_Covid-19 Bedingungen_Ergebnisse_der_Studierendenbefragung_an_der_FHS_StGallen (Zugriff am 26.02.21)

Traus, Anna/Höffken, Katharina/Thomas, Severine/Mangold, Katharina/Schröer, Wolfgang (2020): Stu.diCo. – Studieren digital in Zeiten von Corona. Erste Ergebnisse der bundesweiten Studie Stu.diCo. Hildesheim: Universitätsverlag

Christian Conrad, MPH, Studiengangsleitung MAS FH in Management of Healthcare Institutions, MAS FH in Wound Care und MAS FH in Rehabilitation Care. Kontakt: christian.conrad@careum-hochschule.ch

Marianne Frech, MScN, Studiengangleitung MSc in Nursing. Kontakt: marianne.frech@careum-hochschule.ch

Andrea Käppeli, MScN, Studiengangsleitung BSc in Nursing. Kontakt: andrea.kaeppeli@careum-hochschule.ch